Wie Medienresilienz Schule macht

„Ich überlege jetzt genauer, bevor ich etwas teile“, „Ich schaue heute viel kritischer hin, ob das stimmen kann“. „Ich versuche, mein Handy nicht ständig zu checken „. Solche O-Töne aus dem Unterricht zeigen: Die Erkenntnisse aus dem Medienresilienz -Workshop haben bei meinen Schüler:innen Spuren hinterlassen.

Was brauchen junge Menschen, um im digitalen Alltag selbstbewusst und reflektiert zu handeln?
Antworten auf diese Frage fanden drei Schulklassen aus Hamburg und Schleswig-Holstein bei einem Co-Creation-Workshop zur Medienresilienz, einem Projekttag zur Woche der Pressefreiheit 2025, organisiert vom VOCER Institut für Digitale Resilienz und dem Verein Journalismus macht Schule.

Mit einem Mix aus Impulsen, Gruppenarbeiten und intensiven Diskussionen näherten sich die Schüler:innen von Jahrgang 8 bis zur Berufsschule der Frage, wie man im Netz stark bleiben kann – auch dann, wenn es stressig, unübersichtlich oder sogar bedrohlich wird. Im Zentrum stand ein alltagstaugliches Konzept zur Stärkung digitaler Resilienz: der bewusste Umgang mit Informationen, digitale Selbstfürsorge, der Schutz vor Desinformation – und die Erkenntnis, dass Pressefreiheit alle betrifft. Denn sie ist nicht abstrakt, sondern gelebte Meinungsfreiheit.

LEGO Serious Play heißt die Methode, bei der die Teilnehmenden anhand von Modellen Gedanken zu Themen wie Nachrichtenvermeidung, Fake News oder Social-Media-Stress sichtbar machen. Das führte zu intensiven Gesprächen wie über das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen, über Desinformation in Feeds und die eigene Verantwortung beim Teilen von Inhalten.

Im Anschluss erwartete uns Janko Tiez, Redakteur beim Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Beim Blick hinter die Kulissen erfuhren die Schüler:innen, wie viel journalistische Sorgfalt hinter jedem Artikel steckt – von der Recherche bis zur Veröffentlichung. Ein starkes Zeichen für Pressefreiheit, das nachhaltig wirkte.

NDR-Bericht über den Medienresilienz-Workshop